MPU Gründe

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Die medizinisch-psychologische Untersuchung

Gründe für die Anordnung

Autofahrer haben eine hohe Verantwortung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden. Daher kann die zuständige Fahrerlaubnisbehörde zur Feststellung der Fahreignung eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen, wenn schwerwiegende Verkehrsverstöße, gesundheitliche Einschränkungen oder andere wesentliche Gründe vorliegen.

Sinn und Zweck

Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), die im Volksmund häufig abfällig als Idiotentest bezeichnet wird, ist eine Präventionsmaßnahme. Diese soll der Fahrerlaubnisbehörde dazu dienen, aufgrund einer fachlichen Beurteilung einschätzen zu können, ob es mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder zu einem verkehrsgefährdenden Verhalten durch die zu untersuchende Person kommen wird.

Die MPU ist also keine zusätzliche Strafe, sondern bietet die Möglichkeit die Fahrerlaubnis wiederzuerlangen, obwohl in der Vergangenheit eine fehlende Fahreignung aufgrund von Alkohol, Drogen, verkehrs- und/oder strafrechtlichen Delikten festgestellt werden musste.

Deutschland ist im Vergleich mit anderen Ländern damit einzigartig. Die meisten europäischen Nachbarn, insbesondere in Skandinavien verhängen deutlich höhere Geldstrafen, es können Freiheitsstrafen verhängt werden und Fahrzeuge werden beschlagnahmt und versteigert, wobei der Erlös in die Staatskasse fließt. Fahrverbote und Fahrerlaubnisentzüge können bei Wiederholungstätern auch lebenslang gelten.

Insofern ist die in Deutschland etablierte MPU eine für die Betroffenen zwar unangenehme und auch mit Kosten verbundene Maßnahme, jedoch sollten sich Betroffene verdeutlichen, dass diese Maßnahme nicht der Bestrafung dient, sondern dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmer, die durch das frühere Verhalten gefährdet, manchmal sogar verletzt oder getötet wurden.